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Spökenkieker: Lesung in Westerland am 19. 2. 2015, 20:00 Uhr

07 Feb

Spökenkieker-Meermänner-Donauweibchen

Spökenkieker — Über Wassergeister, Ekke Nekkepenn und Donauweibchen

Dagmar Travner (Wien) und Jens-Uwe Ries (Sylt) lesen schaurig-schöne Donau- und Nordsee-Sagen über Flussnixen, Meermänner, Seeteufel und andere geistreiche Geschöpfe des Wassers und der Finsternis.

Hier trifft das Wiener Donauweibchen auf Stademwüfke, das Dünenweibchen, und das Sylter Dikjendeel-Gespenst auf nächtlichen Spuk in Nußdorf bei Wien.

Verflixte Nixen, Ekke Nekkepenn, die Geister Ermordeter, eine Teufelsmauer und unterirdische Wesen treten auf. Erzählt wird Überliefertes und Eigenes, wobei gezeigt wird, wie vergangene Legenden auch in unserem modernen Alltag eine Rolle spielen können.

Geschichten von Gewässern und Meeren, Land und See — Gegenüberstellungen nordfriesischer Sagen mit Überlieferungen aus dem Donau-Raum. Manche Motive gleichen sich aufs Haar, denn etliche seltsame Wesen kennt man da und dort. Wassernixen, die verführen und verführt werden, Gestalten, die Unheil bringen oder die zur Rettung so mancher Wandersleut’ und Seefahrer herbei eilen. Da treibt mal des Teufels Großmutter ihr Unwesen, dann wieder ist es der Teufel selbst, der eifersüchtig auf Gott ist und ihm zum Ärger eine Mauer quer durch die Donau bauen will.

Ankündigung

Spökenkieker — Über Wassergeister, Ekke Nekkepenn und Donauweibchen

Lesung von Dagmar Travner und Jens-Uwe Ries

Am Donnerstag, den 19. 2. 2015 um 20:00 Uhr

Im Podium auf SYLT, Rathaus Westerland, Eingang Stephanstraße

Unkostenbeitrag € 7,-

Event auf Facebook

https://www.facebook.com/events/756552414434161/

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Die österreichische Autorin Dagmar Travner erzählt Geschichten von der Donau und im Besonderen aus der Wachau, dem romantischsten, geschichtsträchtigen Abschnitt des Donautals, das geprägt ist von Fundstücken und Legenden aus historischer und prähistorischer Zeit.

„Bei Spitz in der Wachau erhebt sich die legendäre Teufelsmauer… Diese Geschichte hatte Franz Atzberg als Kind besonders geliebt, hatte sie sich wieder und wieder von der Großmutter erzählen lassen. Wie war das doch gleich? Den Teufel nervte diese ganze Wallfahrerei in der Wachau… und all die Donauschiffer… Und was hatte eigentlich der Wetterhahn von St. Johann damit zu tun?

Franz Atzberg stand auf einer Anhöhe in Aggsbach und blickte grimmig über das Donautal. Da! Nun sprengten sie tatsächlich die Teufelsmauer. Komplett zerbröckelt der Felsen. Na fabelhaft! Bald würden auch die letzten Reste verschwunden sein. Das konnte nicht gut gehen. Etwas würde geschehen, das spürte Atzberg ganz deutlich. Seine linke Augenbraue zitterte. Ein untrügliches Zeichen für Unheil.“

—  Aus „Atzbergs Ende“, einer Legende aus heutiger Zeit von Dagmar Travner

Im Dikjendeel — sylterfriesisch für „Deich-Ende-Tal“, dem „Dünental“ südlich von Westerland — spielt die moderne Sage des Sylter Dichters Jens-Uwe Ries. Er möchte uns damit zeigen, wie nah uns Motive von alten Mythen plötzlich kommen können. Seine Erzählung „Unheimliche Begegnung im Dikjendeel“ handelt von einer fröhlichen Gesellschaft, die auf dem Weg zu einer Strandparty ist, wo sich dann die unheimlichsten Dinge ereignen:

„Eine muntere Gesellschaft war Richtung Meer im Dämmerlicht unterwegs. Plötzlich geisterte das Wort Dikjendeelmann durch die Gruppe, huschte von Mund zu Mund. Geschichten längst vergangener Tage lebten auf. Partystimmung. Sommer auf Sylt. Gleich würden sie am Meer sein. Lachende fröhliche Menschen. Lebensfroh, ganz im Hier und Jetzt. Möglich, dass sie grillen wollten, irgendwo am Strand; dazu Getränkekisten, später wollten sie sogar ein Fass aufmachen. Doch was war das? Der Lauteste, der Hauptspaßmacher, war plötzlich verstummt. Was veranlasste ihn…? Gab es heute vielleicht das legendäre Meeresleuchten zu sehen?“

— Aus „Unheimliche Begegnung im Dikjendeel“ von Jens-Uwe Ries

Hintergrund

Im Sommer 2011 kam Dagmar Travner auf Einladung des Künstlers Peter Klint erstmals nach Sylt, um anlässlich einer Ausstellungseröffnung zu lesen („Tödliche Inszenierungen“) und einen Film („Gelocht“) zu zeigen. 2012 bestritt sie eben dort die traditionelle Neujahrslesung des Ateliers zum Thema „Entfremdungen“ bei der Ausstellungseröffnung von ‚Estrangements’ mit Zeichungen von Harro Falkenreck (Sylt) + Bryony Purvis (Kapstadt). Es folgten ein Auftritt beim Poetry Slam im Muasem Hüs und von da an regelmäßige Lesungen im Podium gemeinsam mit Jens-Uwe Ries mit den Schwerpunkten Arthur Schnitzler (Liebeleien, Träume, Phantasien) und Theodor Storm (Unheimliches und Schauriges).

Biographien

Dagmar Travner, Autorin, lebt in Wien und Klagenfurt (Österreich); arbeitet als freie Autorin, Kulturjournalistin und Übersetzerin im Bereich Literatur, bildende Kunst und Philosophie. Ein Großteil ihrer literarischen Texte hat absurde Obsessionen, Skurrilitäten, Mord und Drama zum Thema.

Website: http://www.travner.at
Blog: http://travner.com

Jens-Uwe Ries, Schriftsteller und Dichter, lebt und arbeitet auf Sylt, angestellt beim Tourismus Service; er ist Gründer des Kjausi-Hörbuch-Verlags, gestaltet seit Jahren Lesungen im „Podium“ in Westerland und ist Mitveranstalter der Poetry Slams im Muasem Hüs in Morsum.

Website: http://www.kjausihoerbuchverlag.de/
Blog: https://lewecosmos.wordpress.com

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Ein Kommentar

Verfasst von - 07/02/2015 in Lesung

 

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Eine Antwort zu “Spökenkieker: Lesung in Westerland am 19. 2. 2015, 20:00 Uhr

  1. Dag Travner

    07/02/2015 at 23:32

    Hat dies auf Dag Travner rebloggt und kommentierte:

    Wieder Lesung auf Sylt!

     

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